Lassen Sie Ihre Förderung berechnen.
Im 30-Minuten-Erstgespräch zeigen wir, was für Ihr Gebäude möglich ist — kostenfrei und ohne Vertrieb.
Der Preis ist beim Heizungstausch die erste Frage — und die Antworten im Netz reichen von „15.000 Euro" bis „unbezahlbar". Hier sind die realen Zahlen für 2026: Anschaffung, Betrieb, Förderung und die versteckten Nebenkosten, gerechnet für ein typisches Einfamilienhaus in Brandenburg.
Die meistverbaute Bauart kostet komplett installiert 25.000 bis 40.000 Euro — davon entfallen 12.000 bis 25.000 Euro auf das Gerät und 12.000 bis 19.000 Euro auf die Installation. Die gute Nachricht: Die Preise sinken. Der Durchschnittspreis eines Luft-Wasser-Projekts lag zuletzt rund 4.000 Euro unter dem Vorjahr — mehr Produktion, günstigere Materialien, mehr Wettbewerb.
Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung liegen bei 25.000 bis 40.000 Euro (Bohrkosten: 60–120 Euro je Bohrmeter, ein 10-kW-Haus braucht etwa 150–250 Meter). Mit Flächenkollektor sind es 20.000 bis 32.000 Euro — dafür braucht der Kollektor unbebaute Fläche von etwa der anderthalbfachen Wohnfläche. Belohnt wird der Aufwand mit der höchsten Effizienz: Im Fraunhofer-Feldtest erreichten Erdwärmepumpen im Bestand eine mittlere JAZ von 4,3.
Nach den Ausreißerjahren 2022/2023 ist der Markt gekippt: Mehr Anbieter, gefallene Materialkosten und gesunkene Nachfrage drücken die Gerätepreise — für 2026 erwarten Marktbeobachter weitere 5 bis 10 Prozent bei den Geräten, während Handwerkerlöhne im Gegenzug steigen. Unterm Strich bleibt das Gesamtprojekt etwa preisstabil. Wichtiger als der Zeitpunkt ist deshalb der Angebotsvergleich: Zwischen dem teuersten und günstigsten seriösen Angebot für dasselbe Haus liegen regelmäßig 5.000 bis 10.000 Euro.
Heizkörpertausch: 350–650 € pro Stück inklusive Montage; im EFH mit 5–7 kritischen Heizkörpern 2.000–6.000 €.
Heizlastberechnung: raumweise nach DIN EN 12831, 400–600 €.
Hydraulischer Abgleich (Verfahren B): 500–1.200 € — Pflicht für die KfW-Förderung.
Pufferspeicher & Hydraulik: 1.500–2.500 €, je nach Anlagenkonzept.
Spezielle Wärmepumpentarife kosten Mitte 2026 rund 20 bis 26 Cent je Kilowattstunde — deutlich unter dem Haushaltsstrom (BDEW-Durchschnitt: 37 Cent), vor allem dank der reduzierten Netzentgelte für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. In Brandenburg mit seinen hohen Netzentgelten fällt dieser Hebel besonders groß aus. Ein separater Zähler kostet einmalig 500–1.000 €.
Wer noch mehr herausholen will, kombiniert: Nach § 14a EnWG bringt allein die Pauschale (Modul 1) rund 110 bis 190 Euro Netzentgelt-Ersparnis pro Jahr; Modul 2 senkt den Netzentgelt-Arbeitspreis der Wärmepumpe um 60 Prozent. Und mit SG-Ready-Anbindung (150–300 € Aufpreis) läuft die Anlage bevorzugt in günstigen Stunden — bei dynamischen Tarifen sind so weitere 200 bis 800 Euro pro Jahr drin, je nach Setup.
Mit einer realistischen Jahresarbeitszahl von 3,5 braucht die Wärmepumpe rund 5.100 kWh Strom — bei 24 Cent sind das etwa 1.230 Euro im Jahr. Die Gasheizung benötigt für dieselbe Wärme rund 20.000 kWh Gas; beim Bestandstarif von 11,6 Cent (inklusive CO₂-Preis) sind das etwa 2.320 Euro. Ersparnis: rund 900 bis 1.100 Euro jährlich — Beispielrechnung mit Preisstand Juli 2026.
Die Jahresarbeitszahl ist dabei keine Hoffnung, sondern messbar: Im Fraunhofer-ISE-Feldtest über 77 Bestandsgebäude erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Schnitt eine JAZ von 3,4, Erdwärmepumpen 4,3 — ohne Komplettsanierung. Ausführlich: Wärmepumpe im Altbau.

Der nationale CO₂-Preis liegt 2026 im Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne — das sind bereits 1,1 bis 1,4 Cent je kWh Gas. Für 2027 wurde der Korridor eingefroren; ab 2028 übernimmt der europäische Emissionshandel (ETS 2) mit marktbasierten Preisen. Prognosen für 2030 reichen von 120 bis 300 Euro je Tonne — beim Beispielhaus wären das 480 bis 1.200 Euro CO₂-Kosten pro Jahr.
Seit dem 21. Juli 2026 gilt: 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus + 10–40 % Einkommensbonus, gedeckelt bei 80 % der förderfähigen Kosten von 28.000 € — maximal 22.400 Euro für die erste Wohneinheit. Ohne Einkommensbonus sind es 46 % bzw. 12.880 €. Alle Details und Rechenbeispiele: Heizungsförderung 2026 im Überblick. Wichtig: Ab dem 1. Februar 2027 sinken die förderfähigen Kosten halbjährlich um 750 €, der Klimabonus um 4 Prozentpunkte — Warten kostet bares Geld.
Mit Förderung amortisiert sich der Umstieg typischerweise in 8 bis 12 Jahren — schneller mit Photovoltaik und hohem Fördersatz, langsamer ganz ohne Zuschuss. Über 15 Jahre gerechnet liegt die Wärmepumpe im Beispiel rund 12.000 Euro vor der neuen Gasheizung — ohne künftige CO₂-Preissteigerungen eingerechnet. Ob Ihr Gebäude die nötige JAZ erreicht, klärt unsere Wärmepumpen-Beratung vor dem Kauf.
Rund 80 % der Brandenburger Wohnungen heizen mit Gas oder Fernwärme, etwa 10 % mit Öl — Letztere vor allem im ländlichen Raum ohne Gasnetz, wo die Wärmepumpe meist konkurrenzlos ist. Der Wärmepumpen-Anteil liegt mit 3,2 % bereits über dem Bundesschnitt. Eine Landesförderung gibt es aktuell nicht; der Versorger EMB zahlt in seinem Netzgebiet 400 € Zuschuss. Baurechtlich ist Brandenburg großzügig: Wärmepumpen dürfen bis 2 m Höhe und 3 m Länge ohne eigene Abstandsfläche an der Grundstücksgrenze stehen (§ 6 Abs. 8 BbgBO).
Die Restkosten nach Förderung finanziert der KfW-Ergänzungskredit 358/359 (bis 120.000 €/WE, Zinsvorteil bei Haushaltseinkommen bis 90.000 €) über die Hausbank. Und wer ohnehin über Photovoltaik nachdenkt: Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher deckt übers Jahr realistisch 30 bis 40 Prozent des Wärmepumpenstroms und drückt die Betriebskosten weiter — die komplette Rechnung folgt in unserem PV-Speicher-Wärmepumpe-Beitrag.
Rechnen Sie vom Erstgespräch bis zur laufenden Anlage mit vier bis acht Monaten: Heizlastberechnung und Förderantrag (4–6 Wochen), Bewilligung (2–6 Wochen, erst danach beauftragen!), Lieferzeit und Installation (2–4 Monate je nach Betrieb). Wer im Sommer startet, heizt im Winter mit der neuen Anlage — und sichert die aktuellen Fördersätze vor der nächsten Degressionsstufe.
1. Heizlast rechnen lassen — raumweise nach DIN EN 12831, nicht nach Faustformel oder Bestandskessel-Leistung.
2. Vorlauftemperatur testen — einen Winter lang die Heizkurve absenken: Werden alle Räume bei 50–55 °C warm, sind Sie wärmepumpenbereit.
3. Zwei bis drei Angebote vergleichen — auf identischer Datenbasis (Heizlast!), inklusive Hydraulik, Abgleich und Inbetriebnahme-Protokoll.
4. Förderung vor Auftrag beantragen — BzA vom Energieeffizienz-Experten, Antrag bei der KfW, erst nach Bewilligung unterschreiben.
5. Stromtarif und § 14a-Modul wählen — Wärmepumpentarif plus passendes Netzentgelt-Modul machen schnell 500 € im Jahr aus.
Überdimensionierung: Eine zu große Wärmepumpe taktet — die JAZ fällt von möglichen 4,0 auf 3,2–3,5, und der Verdichter hält statt 15–20 nur 5–7 Jahre. Die raumweise Heizlastberechnung verhindert das.
Fehlender hydraulischer Abgleich: kostet Effizienz und die Förderung gleich mit; Nachrüstung 800–1.500 €. Details: Heizungsoptimierung.
Angebot ohne neutrale Prüfung: Falsch ausgelegte Anlagen kosten 5.000–10.000 € zu viel — in der Anschaffung oder über den Stromzähler. Die herstellerneutrale Auslegung vorab ist die günstigste Versicherung.
Sie wollen wissen, was der Umstieg für Ihr Haus konkret kostet? Im kostenfreien Erstgespräch rechnen wir Heizlast, JAZ-Prognose und Förderung für Ihre Adresse durch — unabhängig und ohne Vertrieb.