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Im 30-Minuten-Erstgespräch zeigen wir, was für Ihr Gebäude möglich ist — kostenfrei und ohne Vertrieb.
Eine Wärmepumpe lohnt sich im Altbau dann, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 °C bleibt, ausreichend große Heizflächen vorhanden sind und die JAZ über 3,0 liegt. In rund 60 % der geprüften Altbauten ist das der Fall — oft erst nach Dämmung oder Heizkörperanpassung. Mit KfW 458 sind bis zu 70 % der Investition förderfähig (max. 23.500 € pro EFH).
Bevor die Wärmepumpe geplant wird, klärt die Eignungsprüfung drei zentrale Fragen:
Wie hoch ist die Heizlast? — berechnet nach DIN EN 12831. Für ein typisches EFH 7–14 kW. Höhere Lasten brauchen größere Wärmepumpen — und mehr Strom.
Welche Vorlauftemperatur ist nötig? — bei minus 10 °C Außentemperatur. Bestand: oft 65–75 °C. Wärmepumpe wirtschaftlich: ≤ 55 °C, idealerweise ≤ 50 °C.
Welche Heizflächen sind vorhanden? — Fußbodenheizung ideal (28–35 °C). Plattenheizkörper meist OK nach Vergrößerung. Alte Gliederheizkörper oft zu klein.
Wenn nur eine der drei Antworten kritisch ist, ist die Wärmepumpe oft trotzdem machbar — meist mit ergänzender Heizkörperanpassung oder Teil-Dämmung. Die BAFA-Energieberatung Wohngebäude liefert die saubere Datenbasis dafür.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Wirtschaftlichkeitskennzahl. Sie gibt an, wie viel kWh Wärme aus 1 kWh Strom entstehen:
JAZ 2,5 — kritisch. Strom kostet schnell so viel wie Erdgas. Nur sinnvoll mit PV-Eigenverbrauch.
JAZ 3,0–3,5 — wirtschaftlich gut. Standardwert für viele sanierte Altbauten.
JAZ 4,0–4,5 — sehr gut. Erreichbar bei Sole-Wärmepumpen und gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung.
JAZ > 4,5 — exzellent. Selten im Altbau, eher im Neubau.
Eine Verbesserung der JAZ von 3,2 auf 4,1 spart bei einem typischen EFH 200–300 € Stromkosten pro Jahr — über 20 Jahre Lebensdauer 4.000–6.000 €.
— priwatt Wärmepumpen-Analyse 2026
Vor allem deshalb lohnt es sich, vor dem Wärmepumpentausch einen hydraulischer Abgleich nach Verfahren B durchzuführen — er ist nicht nur Pflicht für die Förderung, sondern hebt auch die JAZ um 0,5 bis 0,9.
Die KfW 458 ersetzt seit 2024 die alte BAFA-Heizungsförderung. Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die bis zur 70 %-Grenze stapelbar sind:
Grundförderung 30 % — für jede klimafreundliche Heizung.
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % — beim Tausch funktionierender Öl/Gas/Kohle. Bis Ende 2028 voll, danach −3 pp alle 2 Jahre.
Einkommensbonus +30 % — Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr (selbstnutzende Eigentümer).
Effizienzbonus +5 % — bei Sole-/Wasser-WP oder WP mit natürlichem Kältemittel (z. B. Propan).
Cap 70 % — max. 21.000 € + 2.500 € Emissionsminderungszuschlag = 23.500 € Maximum für EFH.
Neu seit 1.1.2026: Außengeräte von Luft-Wärmepumpen müssen mindestens 10 dB unter dem EU-Grenzwert liegen (vorher 5 dB). Achten Sie bei der Geräteauswahl darauf — sonst Förderausschluss.
Anträge laufen ausschließlich über das KfW-Portal „Meine KfW", nicht mehr über die BAFA. Welche Programme sich darüber hinaus kombinieren lassen, zeigt die Förderübersicht 2026.
Drei Hauptvarianten konkurrieren — jede mit Stärken und Schwächen:
Luft-Wasser-Wärmepumpe — günstig (15.000–25.000 €), einfache Installation, oft auch nachträglich. JAZ typisch 3,0–3,8.
Sole-Wasser-Wärmepumpe — Erdkollektor oder Erdsonde, teurer (25.000–40.000 €), höhere JAZ (3,8–4,5), +5 % Effizienzbonus.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe — Grundwasser als Quelle, höchste JAZ (4,0–5,0), aber selten und genehmigungspflichtig.
Welche Variante zu Ihrem Gebäude passt — Grundstücksgröße, Geologie, Budget — klärt die Eignungsprüfung. Detailvergleich: verschiedenen Wärmepumpen-Typen.
Verwandte Begriffe im Energie-Wissen: Wärmepumpe · JAZ (Jahresarbeitszahl) · Vorlauftemperatur
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