JAZ (Jahresarbeitszahl) für Ihr Gebäude bestimmen
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Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist das Verhältnis aus jährlich erzeugter Heizwärme zur dafür eingesetzten elektrischen Antriebsenergie — über ein komplettes Heizjahr gemittelt. Im Gegensatz zum COP (ein Laborwert bei einer Temperatur) bildet die JAZ den Realbetrieb ab — inklusive Vereisung, Abtauverlusten, Hilfsstrom und Bereitschaftsverlusten.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: JAZ ≥ 3,0
Sole-Wasser-Wärmepumpe: JAZ ≥ 3,5
Wasser-Wasser-Wärmepumpe: JAZ ≥ 3,5
Die KfW akzeptiert nur JAZ-Berechnungen nach VDI 4650-1, erstellt von einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten. Empfehlung der Praxis: die berechnete JAZ sollte den Mindestwert um mindestens 0,1 Punkte überschreiten, um Rundungs- und Toleranzeffekte abzufedern.
Hohe Vorlauftemperatur (> 55 °C) — pro 5 °C ca. −0,3 JAZ
Fehlender hydraulischer Abgleich → ungleiche Wärmeverteilung
Überdimensionierung → häufiges Takten
Schlecht ausgelegte Erdkollektoren → Sole-Temperatur sinkt im Winter
Defekte Sensorik → falsche Regelparameter
Field-Studien des Fraunhofer ISE zeigen typische Werte im Bestand: Luft-WP ca. 3,1, Sole-WP ca. 4,1. Im Neubau / saniertem Effizienzhaus erreichen Top-Anlagen JAZ 4,5 (Luft) und 5,0 (Sole). Eine systematische Heizungsoptimierung kann bei Bestands-WP die JAZ um 0,5–1,0 Punkte heben — Details im Magazinartikel Heizungsoptimierung — 15 % sparen.
JAZ-Berechnungen für KfW-Anträge müssen nach VDI 4650-1 von qualifizierten Energieberatern erstellt werden — Herstellerangaben oder Online-Schätzwerte werden nicht anerkannt.
— KfW-Merkblatt 458
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