Primärenergie für Ihr Gebäude bestimmen
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Primärenergie beziffert die Energiemenge, die für die Bereitstellung von Wärme oder Strom im Gebäude vom Anfang der Energiekette bis zum Verbrauch aufgewendet werden muss. Sie umfasst die Endenergie (das, was im Haus ankommt) plus alle Verluste, die bei Förderung, Umwandlung und Transport entstehen.
Jeder Energieträger hat einen Primärenergiefaktor, der die Vorketten-Effizienz beschreibt. Beispiele für Werte nach GEG Anlage 4:
Holz / Pellets: 0,2 (sehr nachhaltig)
Erdgas: 1,1
Heizöl: 1,1
Strommix Deutschland: 1,8 (sinkt mit EE-Ausbau)
Fernwärme aus KWK: 0,7 bis 1,3 (anlagenabhängig)
Die Primärenergie ist die maßgebliche Kennzahl für die Energieeffizienzklasse im Energieausweis und für die KfW-Effizienzhaus-Stufen. Eine Wärmepumpe mit Strom (PEF 1,8) wirkt rechnerisch ungünstig — solange aber die Jahresarbeitszahl (JAZ) mindestens 3,0 erreicht, ist die Primärenergie pro kWh Wärme oft besser als bei einer Gas-Brennwerttherme.
Ein GEG-Referenzgebäude (= Effizienzhaus 100) darf einen Primärenergiebedarf nicht überschreiten, der sich aus den Vorgaben der Anlage 1 GEG ergibt. EH 70 = 70 % davon, EH 55 = 55 %, EH 40 = 40 %. Mehr zu diesen Stufen im Eintrag Effizienzhaus.
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