WDVS (Wärmedämmverbundsystem) für Ihr Gebäude bestimmen
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Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) besteht aus auf die Außenwand geklebten und ggf. gedübelten Dämmplatten, einer Armierungsschicht mit Glasfasergewebe und einem abschließenden Putz. Es ist die in Deutschland verbreitetste Form der Fassadendämmung.
Untergrund-Vorbereitung: alte Putze prüfen, ausbessern
Klebemörtel: wulst-punktförmig oder vollflächig
Dämmplatten: EPS, Mineralwolle, Holzfaser oder Polyurethan, 12–24 cm Stärke
Verdübelung: nach Statik-Anforderung (windsogabhängig)
Armierungsmörtel + Glasfasergewebe (zur Risssicherung)
Grundputz und Oberputz (Silikat, Silikonharz, Mineral)
EPS (Polystyrol): günstig (10–25 €/m² Material), λ ≈ 0,032; brennbar (B1)
Mineralwolle (MW): nicht brennbar (A1), λ ≈ 0,034; teurer (~30 €/m²)
Holzfaser: ökologisch, λ ≈ 0,040; teurer (~45 €/m²), gutes Sommerhitze-Verhalten
PUR/PIR: bestes λ ≈ 0,024 → dünnere Platten, aber Kunststoffbasis
Komplettsystem inkl. Anbringung: typisch 130–220 €/m² Wandfläche
BAFA-Förderung 15 % (BEG EM), 20 % mit iSFP
Förderkennwert: U-Wert der gedämmten Wand ≤ 0,20 W/(m²·K)
Höchstgrenze förderfähig: 30.000 €/WE bzw. 60.000 €/WE mit iSFP
Häufigste Schäden entstehen durch unterschätzte Wärmebrücken an Fensterleibungen, Rollladenkästen und Sockelbereichen sowie durch zu wenig beachtete Luftdichtheit (siehe Blower-Door-Test). Die korrekte Detailausführung ist mindestens so wichtig wie die Dämmstoffstärke selbst.
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