Blower-Door-Test für Ihr Gebäude bestimmen
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Der Blower-Door-Test (Differenzdruck-Messverfahren nach DIN EN ISO 9972) misst, wie luftdicht eine Gebäudehülle ist. Ein in eine Außentüröffnung eingespannter Ventilator erzeugt 50 Pa Über- bzw. Unterdruck. Aus der Luftmenge, die zur Aufrechterhaltung dieses Drucks nötig ist, berechnet sich der n50-Wert — der Luftwechsel pro Stunde.
Effizienzhaus ohne Lüftungsanlage: n50 ≤ 1,5 1/h
Effizienzhaus mit Lüftungsanlage: n50 ≤ 1,0 1/h
Passivhaus: n50 ≤ 0,6 1/h (zwingend)
Alle Außentüren und Fenster werden geschlossen, alle Innentüren geöffnet
Zwangslüfter (Bad-/WC-Lüftung) werden abgedichtet
Ventilator erzeugt 50 Pa Druckdifferenz (Unter- und Überdruck)
Während der Messung Leckagen orten — meist mit Nebelmaschine oder Wärmebildkamera
Auswertung und Protokoll nach DIN EN ISO 9972
Anschlüsse Fenster und Türen an die Wand
Steckdosen und Schalterdosen in Außenwänden
Kabel- und Rohrdurchführungen in der Außenhülle
Dachflächenfenster und Gauben-Anschlüsse
Übergänge Mauerwerk zu Holzkonstruktion
Ein Blower-Door-Test inkl. Leckage-Ortung kostet typisch 400–700 € für ein EFH. Bei Neubauten und energetischen Sanierungen mit Effizienzhaus-Niveau ist er Pflicht für die KfW-Förderung. Im sanierten Altbau hilft er, gezielt Leckagen zu finden, die sonst die Wärmebrücken- und Dämmwirkung untergraben würden.
Eine undichte Hülle führt nicht nur zu Wärmeverlusten, sondern auch zu Bauschäden — kondensierende Feuchte in den Dämmschichten ist die häufigste Ursache für Schimmel im sanierten Altbau.
— BBSR-Studie zur Bauteilqualität
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